Projekt Baerwaldbad - Otto Lessing
 
Otto Lessing
Otto Lessing (1846-1912) war ein deutscher Bildhauer, Sohn des Historienmalers Carl-Friedrich Lessing und Urgroßneffe von Gotthold Ephraim Lessing. Er wurde am 24.Februar 1846 in Düsseldorf geboren und bekam seiner erste künstlerische Ausbildung von seinem Vater, der ihn in Malerei unterrrichtete. In Karlsruhe begann er 1863 ein Studium in Bildhauerei, welches er 1865-1868 in Berlin fortsetzte. Nach einer kurzen Rückkehr nach Karlsruhe zog er 1872 in der Hoffnung auf eine gute Auftragslage endgültig nach Berlin und richtete sich in der Stadt ein Atelier für dekorative Bauplastik ein. Im Jahr 1880 errichtete sein Schwiegervater und Landschaftsmaler Hans Frederik Gude im Gartenhaus seines gekauften repräsentativen Wohnhauses ein gemeinsames Atelier ein. Zum Ende des 19. Jahrhunderts wuchs Lessings Bekannheitsgrad, so dass er 1890 in den Berliner Architektenverein aufgenommen worden ist. Seine Skulpturen und seine Reliefs zieren zahlreiche Gebäude in Berlin, wie den Berliner Dom oder den Reichstag.
Eines seiner bekannstesten Werke ist das Denkmal für seinen Urgroßonkel Gottfried Ephraim Lessing, welches 1890 im Berliner Tiergaren feierlich enthüllt worden ist. Lessing bekam eine Professur angeboten und lehrte an der Kunstgewerbeschule. Nach einer kurzen Zusammenarbeit mit Ludwig Hoffmann widmete er sich vermehrt der Denkmalskunst. Im Jahr 1911 wurde er zum Senator der Akademie der Künste ernannt und bekam zugleich den Orden Pour la merite verliehen.
Lessing starb am 22.November in Berlin. Das von ihm selbst errrichtete Grabmal befindet sich auf dem Friedhof Grunewald.

Quellen:
Kuhn, Jörg (o.J.) Der Bildhauer, Kunstgewerbler und Maler Otto Lessing, auf: www.historismus.net/texte/kuhn1 [19.06.2008]