Projekt Baerwaldbad - August 2007 - September 2008: XENOBau - Denkmalgerechte Teilsanierung und kulturelle Bildung im Stadtbad Kreuzberg" im Programm "Beschäftigung, Bildung und Teilhabe vor Ort - XENOS"
 
August 2007 - September 2008: XENOBau - Denkmalgerechte Teilsanierung und kulturelle Bildung im Stadtbad Kreuzberg" im Programm "Beschäftigung, Bildung und Teilhabe vor Ort - XENOS"

XENOBau ist ein integriertes Qualifizierungsprojekt, das durch die Verknüpfung von öffentlich geförderter Beschäftigung, der Auseinandersetzung der Jugendlichen mit kulturellen Verhaltensmustern und Normen, der Ausführung von denkmalgerechten baulichen Erhaltungsarbeiten und einer handwerklichen Qualifizierung und Berufsorientierung entsteht. Ort des Projektes ist das historische Stadtbad Kreuzberg aus dem Jahre 1901.

Es arbeiten 14 Jugendliche unter 25 Jahren unter der Anleitung professioneller Maler und Tischler. Das Projekt hat eine Laufzeit vom 1.8.07 bis 31.1.09. Es wird unterstützt vom Sonderprogramm „Beschäftigung, Bildung und Teilhabe vor Ort/ XENOS – Leben und Arbeiten in Vielfalt/ Soziale Stadt“ der Bundesministerien für Arbeit und Soziales sowie Verkehr, Bau und Stadtentewicklung, dem Jobcenter Friedrichshain-Kreuzberg, vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg und dem TSB e.V.

XENOBau gliedert sich in zwei Aspekte – in einen theoretischen Weiterbildungsbereich und in die praktische Arbeit.

Theoretische Qualifizierung
Ein Schwerpunkt des Weiterbildungsangebotes ist interkulturelle Bildung für die Jugendlichen. Die Jugendlichen lernen, sich in Kursen und regelmäßigen Workshops mit Vorurteilen, Kommunikation und Herkunft auseinanderzusetzen. Dazu gehört aber auch ein weiterer kultureller Ansatz, der Themen wie die Alltagsgeschichte des Badens, die lokale Baugeschichte des Stadtbades Kreuzberg und von türkischen Hammams oder Themen zu Denkmalpflege umfasst. Damit werden unterschiedliche kulturelle Traditionen erarbeitet und vor Ort erfahrbar gemacht und verschiedene persönliche Erfahrungen der eigenen kulturellen Alltagsgewohnheiten diskutiert. Zudem stärkt das Projekt die Identifizierung der Jugendlichen mit dem Stadtteil. Neben diesen Angeboten gibt es für die Jugendlichen auch eine Basisqualifizierung im Maler- und Tischlerhandwerk.

Praktische Arbeit
Neben der Theorie werden mit den Jugendlichen denkmalgerechte Sanierungsarbeiten in den beiden historischen Treppenhäusern durchgeführt. Dazu gehört, unter Beachtung der vorhandenen Substanz, die farbliche Neugestaltung der Wände, Treppen, Fenster und Türen. Fehlende Türen im Eingangsbereich werden nach altem Vorbild nachgebaut. In der historischen Halle werden die vorhandenen neuen Türen der Umkleidekabinen durch Holztüren nach historischem Vorbild ersetzt.

Förderung
Das Projekt XENOBau wird unterstützt durch das Sonderprogramm "Beschäftigung, Bildung und Teilhabe vor Ort" der Bundesministerien für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie für Arbeit und Soziales.
 
Das Programm verbindet die beiden bestehenden Programme "XENOS - Leben und Arbeiten in Vielfalt" und "Soziale Stadt". Schwerpunkt des Sonderprogramms ist die Unterstützung des Engagements für mehr Toleranz und Integration sowie die Förderung zivilgesellschaftlicher Strukturen und bürgerschaftlichen Engagements.
 
Im Projekt XENOBau unterstützt das Programm vor allem den Bildungsanteil.